Neue Wege der Mode: Honest by Bruno Pieters

Mittwoch, 8. Februar 2012


Bilder via fashionmag.com

Auf Vogue.de bin ich auf einen Bericht gestossen der eine neues modisches Konzept von Bruno Pieters vorstellt, welches mich extrem fasziniert und beeindruckt hat und welches, so denke ich, zukunftsweisend ist.

Zwei Jahre Auszeit nahm sich der ehemalige Kreativdirektor von Hugo, ehe er sich mit einer Kollektion für Weekday langsam wieder in die Welt der Mode vortastete. Dass sein neuestes Projekt jedoch gänzlich anders ausfallen würde, als alles andere, was er bislang tat, ahnte damals wohl nicht mal er selbst: Ein einjähriges Sabbatical im Süden von Indien führte ihn zu einer neuen Idee von Mode, eine radikale, aber ehrliche. "Honest by" heisst sein neues Label, welches absolute Transparenz verspricht und vom Garn bis zum Gewinn jegliche Details offenlegen will. Auf der gleichnamigen Website sollen sich Kunden informieren, wer die Kleidung herstellt und woher sie stammt: www.honestby.com

Doch nicht nur was Preise, Herstellung und Lieferkette anbelangt, will die neue Modemarke glaubwürdig sein: Auch der respektvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen und biologisch korrekten Materialien ist Bruno Pieters wichtig. So wie Stella McCartney es bereits seit Beginn ihrer Karriere verfolgt, so verzichtet auch "Honest by" auf Leder, Pelz und Horn. Das einzig eingesetzte tierische Produkt bleibt Wolle – und die ist biologisch, recycelt oder stammt von ausgewählten Farmen in Grossbritannien.

Aufstrebende sowie etablierte Designer sollen an dem Projekt mitwirken, die erste Kollektion stammt aber vom Labelgründer selbst. Und der zeigte sich dafür wie gewohnt von seiner besten Seite: dicke Strickpullover konkurrieren mit transparenten Kleidern, brave, weiße Blusen mit sportlichen Jumpsuits und weite Hosen mit schmalen, dunkelblauen Mänteln.

Ich finde das Projekt grossartig, denn es zeigt, dass erstens auch "nachhaltige Mode" durchaus fashionable sein kann und dass sich zweitens - und das ist meiner Meinung nach noch viel wichtiger - Mode und der bewusste und rücksichtsvolle Umgang mit Mensch und Natur nicht gegenseitig ausschliessen müssen.


Review: Interview Magazine

Montag, 6. Februar 2012


Bild via Zeitgeschmack.com
Nachdem das von Andy Warhol "Interview Magazine" auf diversen Blogs und auch in der Presse in den letzten Wochen in aller Munde war, konnte ich nicht anders und kaufte mir die erste deutsche Ausgabe des Magazins am Wochenende.

Insgesamt ist das Heft von der Aufmachung her sehr interessant: Das Cover mit dem Bild von Lana del Rey und der Hummel ist ein echter Hingucker (wenn auch von der russischen Ausgabe des Magazins recycelt), insgesamt sind die Bilder und Fotostrecken im Magazin sehr ästhetisch und schön und der Aufbau ist gut und übersichtlich. Nur das Papier ist etwas dünn geraten, aber darüber kann man hinweg sehen.
Inhaltlich finde ich das Magazin extrem spannend: Clint Eastwood spricht mit Angelina Jolie über ihr Regiedebüt, Scarlett Johansson philosophiert über die Occupy-Bewegung, Chloe Sevigny spricht über ihre erste richtige Hauptrolle und vieles mehr. Zudem gibt es viele kleine Beiträge und Fotostrecken welche zwischen den langen Gesprächen platziert sind und das Magazin etwas auflockern. Insgesamt kann man sagen, dass eindrucksvolle Persönlichkeiten interessante Gespräche führen, die viel mehr sind als ein Frage und Antwort Spiel. Der (manchmal mir schon fast zu)viele und wunderbar spannende Inhalt entschädigt für den stolzen Preis von CHF 9.-

Nun zur Kritik: Was mich persönlich extrem nervt, ist die viele Werbung die das Magazin beherbergt. Andauern muss der Lesende blättern weil auf jeder dritten Seite Werbung ist und das finde ich persönlich extrem nervig. Etwas weniger Werbung, dafür mehr eigene Fotostrecken hätten es auch getan. Wie ich oben schon geschrieben habe, finde ich den Inhalt an sich zwar sehr spannend, aber teilweise fühlte ich mich beim lesen das Magazins schon fast erschlagen. Normalerweise investiere ich soviel Zeit zum lesen in ein Buch und nicht in ein Magazin, aber das ist wohl Geschmacksache.

Als Fazit kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat das Heft zu kaufen, den ein spannendes Experiment ist es auf jeden Fall, es bleibt abzuwarten wie lange die deutsche Ausgabe des Interview Magazins bestehen kann.

New in: Copen Shoes by Jeffrey Campbell

Samstag, 4. Februar 2012

Bild J/p

Der letzte Freitag war für mich ein Freudentag, denn endlich kam ein langersehntes Paket bei mir zu Hause an...Darin befanden sich ein Paar meiner Traumschuhe, die vor genau einem Jahr entdeckte, aber mir nie leisten konnte/wollte. Vor 10 Tagen dann geschah, dass unfassbare, die Schönheiten waren auf zalando.ch sage und schreibe 60% herunter gesetzt. Da hiess es für mich zuschlagen! Lange Rede kurzer Sinn, die Jeffrey Campbell Copen Shoes, gehören jetzt mir und ich freue mich schon sie das erste Mal auszuführen....

Spring / Summer 2012

Donnerstag, 2. Februar 2012


Bilder: TopShop

Der Winter hält hier in Basel wieder Einzug, währendem in den Modegeschäften der Winterschlussverkauf sich dem Ende neigt und den neuen Frühlingskollektion Platz macht. 
Dabei beschäftigt uns wie immer die Frage, was kommt, was wird anders und auf was soll sich die Mode bewusste Frau achten. 
Vorweg, ändern wird sich im Vergleich zu den vergangenen Frühlingskollektionen nicht viel. Blumenmuster in allen Formen und Farben, Pastelltöne, viel weiss und genereller Mustermix. 
Neu werden Neonfarben, was wir aber auch schon hatten, und Grunge-Look im Stile der 90er sein. Allgemein scheint die kommende Modesaison von den 90er geprägt zu sein. So werden beispielsweise Muster à la Versace kreuz und quer gepaart
Alles gut un recht, aber was mir persönlich nicht umbedingt gefällt sind die Lollipop-artigen Outfits, die von oben bis unten in Pastelltönen getüncht sind. So gehören allgemein rosa, hellblau, sonnengelb, türkis  und co. absolut nicht zu meinen liebsten Farben. Wobei ich den folgenden Look gerade noch so durch gehen lasse.

Bild: LookBook

Ein weiteres 90er Trendteil wird kommende Saison wohl der so genannte Visor sein. Wer kann sich nicht  an jene verkappten Sonnenhüte erinnern, die man als Kind zum Schutz vor Sonnenstichen und Sonnenbrände im Gesicht von seinen Eltern aufgezwungen bekommen hat. Einige Mode-Blogs prophezeien dem Visor kommenden Sommer das grosse Comeback als «It Piece» 2012 schlechthin. Naja, da bin ich mal gespannt!


Bild: Style Bubble


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